Warum Pfotenpflege im Sommer so wichtig ist
Im Sommer werden Gehwege, Asphalt und Sandböden extrem heiß – Temperaturen von 60 °C und mehr auf dunklem Untergrund sind keine Seltenheit. Für Hundepfoten, die keine Schuhe tragen, kann das zur echten Gefahr werden. Verbrennungen, Risse und Entzündungen sind häufige Folgen, die sich mit einfachen Maßnahmen verhindern lassen.
Wann ist der Boden zu heiß für Hundepfoten?
Eine einfache Faustregel: Wenn du deine Handfläche nicht mindestens 7 Sekunden auf den Boden legen kannst, ist er zu heiß für deinen Hund. Besonders gefährlich sind:
- Asphalt und Teer in der Mittagshitze
- Dunkle Pflastersteine
- Sandstrände ohne Schatten
- Kunstrasen
Gehe mit deinem Hund am besten früh morgens oder nach Sonnenuntergang spazieren – dann sind die Temperaturen erträglich und der Boden hat sich abgekühlt.
Anzeichen für verbrannte oder gereizte Pfoten
Achte auf folgende Warnsignale:
- Dein Hund leckt oder kaut übermäßig an den Pfoten
- Er hinkt oder hebt einzelne Pfoten an
- Die Ballen wirken gerötet, blasig oder rissig
- Dein Hund weigert sich, auf bestimmten Untergründen zu laufen
Bei starken Verbrennungen oder offenen Wunden solltest du umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
Pfotenpflege im Sommer: So geht's richtig
1. Pfoten regelmäßig kontrollieren
Schau dir die Pfoten deines Hundes nach jedem Spaziergang an. Kleine Risse oder Fremdkörper (Splitter, Glasscherben, Kieselsteine) lassen sich so frühzeitig entfernen.
2. Pfotenbalsam auftragen
Ein hochwertiger Pfotenbalsam hält die Ballen geschmeidig und schützt vor dem Austrocknen. Trage ihn vor dem Spaziergang auf – er bildet eine schützende Schicht – und danach zur Regeneration. Achte auf natürliche Inhaltsstoffe wie Bienenwachs, Sheabutter oder Kokosöl.
3. Pfoten nach dem Spaziergang reinigen
Spüle die Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab. Das entfernt Hitzerückstände, Salz (z. B. vom Strand), Chemikalien und Schmutz. Trockne die Pfoten anschließend sanft ab – besonders zwischen den Zehen, um Pilzinfektionen vorzubeugen.
4. Krallen regelmäßig kürzen
Zu lange Krallen verändern die Belastung der Pfote und können zu Fehlstellungen führen. Im Sommer, wenn Hunde mehr auf weichen Böden laufen, nutzen sich Krallen weniger ab – also regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen.
5. Pfotenschuhe als Option
Für empfindliche Hunde oder bei extremer Hitze können Pfotenschuhe sinnvoll sein. Viele Hunde brauchen eine Eingewöhnungsphase – beginne frühzeitig damit, damit dein Hund sie akzeptiert.
Natürliche Hausmittel für die Pfotenpflege
Neben speziellen Pflegeprodukten gibt es bewährte Hausmittel:
- Kokosöl: Wirkt pflegend, antibakteriell und ist für Hunde unbedenklich, wenn sie es ablecken.
- Aloe Vera: Kühlt und beruhigt gereizte Haut – nur reines Gel ohne Zusatzstoffe verwenden.
- Ringelblumensalbe: Fördert die Wundheilung bei kleinen Rissen und Reizungen.
Fazit: Kleine Maßnahmen, große Wirkung
Pfotenpflege im Sommer ist kein großer Aufwand – aber sie macht einen riesigen Unterschied für das Wohlbefinden deines Hundes. Mit den richtigen Spaziergangzeiten, einem guten Pfotenbalsam und regelmäßiger Kontrolle bleiben die Pfoten deines Vierbeiners auch in der heißen Jahreszeit gesund und geschmeidig.